Vollständig KI-generierte Musik kann in den Vereinigten Staaten nicht urheberrechtlich geschützt werden. Das Urteil des D.C. Circuit Court vom März 2025 in Thaler v. Perlmutter bestätigte einstimmig, dass der Copyright Act eine menschliche Urheberschaft für alle urheberrechtlich schutzfähigen Werke erfordert. Musik, die vollständig von einer KI erstellt wurde, bei der das Tool alle kreativen Entscheidungen trifft, fällt nicht unter den Schutz des Urheberrechts. Musikwerke, die mithilfe von KI erstellt wurden, können jedoch Schutz genießen, wenn sie ausreichende menschliche Kreativität aufweisen.
Was bedeutet das Thaler-Urteil für KI-Musik?
Der D.C. Circuit bestätigte, dass von KI erstellte Werke ohne menschliches Eingreifen keinen urheberrechtlichen Schutz genießen. Wie Reuters berichtete, wies das Gericht das Argument zurück, dass ein KI-System als alleiniger Urheber eines urheberrechtlich schutzfähigen Werkes aufgeführt werden könne. Für KI-Musikschaffende bedeutet dies: Wenn Ihr Titel vollständig von einem Modell generiert wird (Text, Komposition und Performance), sind die generierten Teile nach geltendem US-Recht nicht urheberrechtlich geschützt.
Dieses Urteil befasste sich speziell mit Fällen, in denen die KI der alleinige Schöpfer ist. Es befasste sich nicht mit kollaborativen Werken, bei denen Menschen sinnvolle kreative Elemente neben KI-Tools beisteuern.
Kann KI-assistierte Musik urheberrechtlich geschützt werden?
Ja, wenn eine ausreichende menschliche Kreativität vorhanden ist. Das US Copyright Office hat angezeigt, dass Werke, die mithilfe von KI erstellt wurden, einen Urheberrechtsschutz erhalten können, wenn sie genügend menschliche Kreativität enthalten, während rein KI-generierte Inhalte weiterhin ausgeschlossen bleiben. Die Schwelle liegt darin, ob ein menschlicher Urheber genügend expressive Elemente des Endwerks festgelegt hat.
Note Allein das Schreiben von Prompts stellt keine menschliche Urheberschaft dar. Die Hilfedokumentation von Suno besagt: „Das Schreiben des Prompts stellt nicht die Erstellung des Songs dar.“
Das Copyright Office bewertet KI-assistierte Werke von Fall zu Fall und sucht nach „sinnvoller menschlicher Urheberschaft“. Beispiele, die in Frage kommen könnten, sind von Menschen geschriebene Texte in Kombination mit KI-Instrumentierung, von Menschen komponierte Melodien, die von der KI arrangiert wurden, und umfangreiche Produktions- und Arrangementarbeit, die KI-generierte Stems transformiert.
Was passiert mit Musik ohne urheberrechtlichen Schutz?
Musik ohne Urheberrecht fällt sofort in die Gemeinfreiheit (Public Domain). Jeder kann sie ohne Erlaubnis kopieren, remixen oder verbreiten. Sie können keine DMCA-Unterlassungsaufforderungen gegen Kopien einreichen. Sie können keine exklusiven Rechte lizenzieren. Streaming-Plattformen werden die Musik weiterhin hosten und Tantiemen gemäß Ihrer Vertriebsvereinbarung auszahlen, aber Sie haben keinen Rechtsbehelf gegen andere, die denselben Inhalt verwenden.
Sie können mit Musik aus der Gemeinfreiheit immer noch Geld verdienen. Tantiemen fließen auf der Grundlage Ihrer Vertriebsbeziehung, nicht der Urheberrechtsregistrierung. Aber die Unfähigkeit, das Kopieren zu verhindern, schränkt den langfristigen kommerziellen Wert vollständig KI-generierter Titel ein.
Wie können Sie Ihren Urheberrechtsanspruch stärken?
Dokumentieren Sie jeden menschlichen Beitrag zu Ihrer KI-assistierten Musik. Je substanzieller Ihr kreativer Input, desto stärker ist Ihr potenzieller Anspruch.
| Menschlicher Beitrag | Urheberrechtsauswirkung |
|---|---|
| Schreiben origineller Texte | Starker Anspruch für die Texte |
| Komponieren von Kerngeschichten | Starker Anspruch für die melodische Struktur |
| Hinzufügen menschlicher Gesangsperformances | Schafft klar schutzfähige Elemente |
| Umfangreiche Bearbeitung und Neuanordnung von KI-Ausgaben | Demonstriert kreative Kontrolle |
| Auswahl aus KI-Ausgaben ohne weitere Bearbeitung | Wahrscheinlich unzureichend |
| Nur das Schreiben von Prompts | Nicht ausreichend gemäß der Leitlinie des Copyright Office |
Wenn Sie KI-assistierte Musik registrieren, müssen Sie die KI-Beteiligung offenlegen und Ihre spezifischen menschlichen Beiträge erläutern. Schließen Sie rein KI-generierte Elemente von Ihrem Anspruch aus. Bewahren Sie Prompts, Entwürfe, Sitzungsdateien und Notizen auf, die Ihre kreativen Entscheidungen dokumentieren.
Wie sieht es mit dem Urheberrecht für KI-Musik außerhalb der USA aus?
Die meisten großen Gerichtsbarkeiten folgen ähnlichen Grundsätzen der menschlichen Urheberschaft. Die EU verlangt im Allgemeinen die menschliche Urheberschaft gemäß den Gesetzen der Mitgliedstaaten, und das Vereinigte Königreich prüft, ob der Schutz für computergenerierte Werke aufgehoben werden soll. Für die globale Verbreitung dienen die US-Urheberrechtsstandards als praktische Basis, da die meisten Streaming-Plattformen US-amerikanische Unternehmen sind.
Das US Copyright Office unterhält eine laufende KI-Initiative zur Prüfung dieser Fragen, und der Rechtsrahmen entwickelt sich noch. Vorerst ist die Gewährleistung einer sinnvollen menschlichen kreativen Beteiligung an jeglicher KI-Musik, die Sie schützen möchten, der sicherste Ansatz.