Welche konkreten KI-Anforderungen stellt LANDR?
LANDR hat unter den großen Distributoren die detaillierteste Richtlinie. Für alle KI-Inhalte gelten fünf zentrale Anforderungen.
Verpflichtende Offenlegung. Beim Upload musst du angeben, ob dein Release KI-generierte Elemente enthält. LANDR kann einen Nachweis deiner Rechte verlangen, wenn dein Inhalt bei der Prüfung auffällt.
Limit von 12 Songs pro Monat. LANDR erlaubt maximal 12 KI-generierte Songs pro Kalendermonat und Abonnent. Wird dieses Limit überschritten, kann es zu Verzögerungen, zur Entfernung überzähliger Einreichungen oder zu Einschränkungen bei künftigen Uploads kommen.
Keine KI-Coverversionen. KI-generierte Cover bestehender Songs werden „derzeit“ nicht vertrieben.
Keine Imitation. Inhalte, die das Abbild einer Person unfair oder rechtswidrig imitieren, sind verboten. Dazu gehören auch KI-Stimmklone.
Rechteinhaberschaft. Du musst alle Rechte erworben haben, einschließlich der Rechte an menschlichen Beiträgen, die in den Track eingeflossen sind.
Warning LANDR nutzt Erkennungstechnologie, um nicht offengelegte KI-Inhalte zu identifizieren. Wenn du KI-Musik ohne Offenlegung einreichst, riskierst du die Deaktivierung deines Kontos.
Welche Plattformen sind für KI-Inhalte ausgeschlossen?
LANDR schließt KI-generierte Inhalte von mehreren großen Plattformen aus. Diese Stores erhalten keine KI-Tracks:
- YouTube Content ID
- Meta (Facebook und Instagram)
- TikTok
- Deezer
- Pandora
- Tencent
Diese Ausschlüsse begrenzen die Monetarisierung in sozialen Medien und die UGC-Einnahmen für KI-Musik deutlich. Wenn deine Strategie auf Content ID-Ansprüchen, Meta-Monetarisierung oder TikTok-Sound-Einnahmen beruht, wirken sich diese Lücken direkt auf dein Ergebnis aus.
Die Tracks werden weiterhin an Spotify, Apple Music, Amazon Music und andere Plattformen geliefert, für die es über LANDR keine dokumentierten KI-Ausschlüsse gibt.
Was passiert bei einem Verstoß gegen die KI-Richtlinie von LANDR?
LANDR beschreibt schrittweise Konsequenzen. Die Überschreitung des monatlichen KI-Upload-Limits kann zu Verzögerungen, zur Entfernung überzähliger Einreichungen oder zu Einschränkungen künftiger Uploads führen. Allgemeine Richtlinienverstöße (nicht offengelegte KI-Inhalte, Imitation, Spam) können die Entfernung eines Releases oder die Deaktivierung des Kontos zur Folge haben. Wiederholte Verstöße können zur dauerhaften Löschung des Kontos führen.
Wie schneidet LANDR im Vergleich zu anderen KI-freundlichen Distributoren ab?
LANDR liegt zwischen dem permissiven Ansatz von DistroKid (kein angegebenes Volumenlimit und keine dokumentierten Plattformausschlüsse) und der strengen Ablehnung von TuneCore und CD Baby. Das Limit von 12 Songs pro Monat und die breiten Plattformausschlüsse sind die restriktivsten Bedingungen unter den Distributoren, die KI akzeptieren. Amuse schließt KI-Inhalte ebenfalls von Meta und YouTube Content ID aus, erlaubt aber bis zu 10 Releases in 7 Tagen.
Die Stärke von LANDR ist die Klarheit der Richtlinie. Die ausführliche Dokumentation bedeutet weniger Überraschungen bei der Prüfung, und der verpflichtende Offenlegungsprozess bereitet Kreative auf branchenweite KI-Metadatenstandards (etwa DDEX-basierte Credits bei Spotify) vor. Für Kreative, die KI als Teil eines größeren kreativen Prozesses bei moderatem Veröffentlichungsvolumen einsetzen, bietet LANDR einen gut dokumentierten Weg.