Bevor du beginnst
Audio-Anforderungen
Jeder Distributor hat leicht abweichende Spezifikationen, aber diese Standards funktionieren universell:
| Spezifikation | Anforderung |
|---|---|
| Format | WAV (bevorzugt) oder FLAC |
| Bittiefe | 16-bit oder 24-bit |
| Abtastrate | 44.1 kHz (CD-Standard) oder 48 kHz |
| Kanäle | Stereo (2 Kanäle) |
| Lautheit | -14 LUFS (Spotify-Zielwert) bis -16 LUFS |
Lade keine MP3s hoch. Selbst MP3s mit hoher Bitrate sind verlustbehaftet komprimiert. Plattformen benötigen verlustfreie Quelldateien, um ihre eigenen Streaming-Formate zu kodieren.
Mastere dein Audio. Distributoren wenden kein Mastering an. Wenn dein Mix nicht gemastert ist, bezahle ein professionelles Mastering oder nutze einen hochwertigen KI-Mastering-Dienst. Ungemasterte Tracks klingen leise und dünn im Vergleich zu anderen Veröffentlichungen.
Prüfe auf Clipping. Audio, das über 0dB hinausgeht, verzerrt. Deine gemasterte Datei sollte einen Spitzenwert von etwa -0.5dB bis -1dB haben, mit Reserve für die Kodierung.
Benenne Dateien eindeutig. Verwende das Format Künstlername_Tracktitel.wav. Vermeide Sonderzeichen, die Kodierungsprobleme verursachen könnten.
Cover-Anforderungen
Das Cover erscheint auf jeder Plattform, in jeder Größe, vom Handybildschirm bis zum Smart-TV. Qualität ist entscheidend.
| Spezifikation | Anforderung |
|---|---|
| Abmessungen | 3000 × 3000 Pixel (quadratisch) |
| Format | JPG oder PNG |
| Farbmodus | RGB (nicht CMYK) |
| Dateigröße | Unter 20 MB |
| Auflösung | mindestens 300 DPI |
Inhaltsregeln zur Vermeidung von Ablehnung:
- Keine unscharfen oder verpixelten Bilder
- Keine Website-URLs, E-Mail-Adressen oder Social-Media-Handles
- Keine Preisangaben oder Texte wie „verfügbar auf Spotify"
- Kein übermäßiger Text an den äußeren Rändern (Thumbnails schneiden die Ränder ab)
- Keine expliziten Bilder, die gegen Plattformrichtlinien verstoßen
- Keine Logos von Streaming-Plattformen (Spotify, Apple usw.)
- Text sollte in Thumbnail-Größe lesbar sein
Wenn dein Künstlername oder Tracktitel nicht auf dem Cover erscheint, ist das in Ordnung - die Metadaten übernehmen die Identifikation. Rein visuelle Cover sind erlaubt.
Erforderliche Metadaten
Metadaten sind die Informationen, die deiner Veröffentlichung angehängt sind. Mach es gleich beim ersten Mal richtig - Änderungen nach der Veröffentlichung erzeugen Abweichungen zwischen den Plattformen.
Künstlername: Genau so, wie er überall angezeigt werden soll. Einheitliche Schreibweise und Groß-/Kleinschreibung über alle Veröffentlichungen hinweg. Wenn du bei einer Veröffentlichung „The Artist" und bei einer anderen „the artist" verwendest, können getrennte Profile entstehen.
Tracktitel: Keine Versionsangabe, es sei denn, es handelt sich um einen Remix oder eine Variante (z. B. „Songtitel (Akustikversion)"). Kein Künstlername im Titelfeld. Keine Genre-Angaben („Pop-Hit" ist kein Tracktitel).
Album-/Veröffentlichungstitel: Bei Singles entspricht er üblicherweise dem Tracktitel. Bei EPs und Alben der Projektname.
Genre: Hauptgenre und optional ein Nebengenre. Sei präzise - falsche Genres schaden der Auffindbarkeit und können zu einer Ablehnung führen.
Veröffentlichungsdatum: Der Tag, an dem die Musik weltweit live gehen soll. Muss für das Playlist-Pitching mindestens 7 Tage in der Zukunft liegen (idealerweise 3-4 Wochen für vollständige Prüfzyklen).
Copyright-Jahr: Das Jahr der Erstveröffentlichung. Normalerweise das aktuelle Jahr für neue Veröffentlichungen.
Copyright-Inhaber: Dein Name, der Labelname oder der Rechteinhaber. Format: „© 2025 Künstlername"
℗ (Tonträger-Copyright): Inhaber der Rechte an der Tonaufnahme. Format: „℗ 2025 Künstlername"
Songwriting-Guthaben: Vollständige rechtliche Namen aller Songwriter. Dies ist für die korrekte Verteilung der Tantiemen verpflichtend.
Produzenten-Guthaben: Optional, aber empfohlen für die Auffindbarkeit und korrekte Zuordnung.
Sprache: Die Sprache des Gesangs. „Instrumental", wenn kein Gesang vorhanden ist.
Explizite Inhalte: Kennzeichne, wenn der Text explizite Sprache enthält. Plattformen filtern explizite Inhalte für manche Hörer.
ISRCs und UPCs
ISRC (International Standard Recording Code): Eindeutige 12-stellige Kennung für jeden einzelnen Tracken. Die meisten Distributoren generieren diese beim Hochladen automatisch.
- Wenn dies eine brandneue Aufnahme ist, lass deinen Distributor den ISRC vergeben
- Wenn du erneut veröffentlichst oder den Distributor wechselst, verwende den bestehenden ISRC, um die Streaming-Historie zu erhalten
- Verwende ISRCs niemals für unterschiedliche Aufnahmen wieder
UPC (Universal Produkt Code): 12-stelliger Barcode für die Veröffentlichung (Single, EP oder Album) als Produkt. Distributoren stellen diese in der Regel automatisch bereit.
- Ein UPC pro Veröffentlichung, nicht pro Tracken
- Unverzichtbar für Chart-Tracking und Handelsmeldungen
Notiere dir deine ISRCs und UPCs nach der Veröffentlichung. Du wirst sie brauchen, falls du jemals den Distributor wechselst oder erneut veröffentlichst.
Vorbereitung vor der Veröffentlichung
Erledige diese Schritte nach der Einreichung, vor dem Veröffentlichungsdatum:
- Beanspruche dein Spotify for Artists-Profil (falls noch nicht geschehen)
- Beanspruche dein Apple Music for Artists-Profil
- Reiche das Playlist-Pitch über Spotify for Artists ein (mindestens 7 Tage vor der Veröffentlichung)
- Richte eine Pre-Save-Kampagne mit den Werkzeuge deines Distributors oder Drittanbieterdiensten ein
- Bereite Veröffentlichungsankündigungen für Social Media vor
- Plane etwaige Werbebeiträge für den Veröffentlichungstag
Der Zeitplan
4 Wochen vor der Veröffentlichung:
- Finalisiere das gemasterte Audio
- Beauftrage oder finalisiere das Cover
- Bestätige alle Metadaten und Guthaben
3 Wochen vor der Veröffentlichung:
- Lade zum Distributor hoch
- Schließe die Einreichung mit allen erforderlichen Feldern ab
- Lege das Veröffentlichungsdatum fest
2-3 Wochen vor der Veröffentlichung:
- Die Einreichung wird genehmigt und an die Plattformen ausgeliefert
- Pitche an die redaktionellen Playlists von Spotify
- Beginne, die Veröffentlichung auf Social Media anzuteasern
1 Woche vor der Veröffentlichung:
- Bestätige, dass die Veröffentlichung in den „Demnächst"-Bereichen von Spotify/Apple erscheint
- Aktiviere die Pre-Save-Kampagnen
- Finalisiere die Werbeinhalte
Veröffentlichungstag:
- Überprüfe, dass die Veröffentlichung auf allen Plattformen live ist
- Veröffentliche die Ankündigungen
- Überwache etwaige Probleme
Häufige Ablehnungsgründe
Distributoren lehnen Einreichungen ab wegen:
Audio-Problemen:
- Falsches Format (MP3 statt WAV)
- Clipping/Verzerrung
- Stille am Tracken-Anfang oder -Ende
- Abweichung der Abtastrate
Cover-Problemen:
- Falsche Abmessungen
- Unscharf oder niedrige Auflösung
- Verbotene Inhalte (URLs, Plattform-Logos)
- Zuschnittprobleme
Metadaten-Problemen:
- Künstlername stimmt nicht mit bestehendem Profil überein
- Fehlende oder unvollständige Guthaben
- Genre passt nicht zum tatsächlichen Inhalt
- Unangemessene oder irreführende Titel
Inhaltsproblemen:
- Urheberrechtsverletzung (Samples ohne Freigabe)
- Doppelter Inhalt, der bereits im Katalog vorhanden ist
- Inhalt, der gegen die Plattformbedingungen verstößt
Bei einer Ablehnung behebe das konkrete Problem und reiche erneut ein. Die meisten Ablehnungen sind kleinere Korrekturen, die die Veröffentlichung nicht wesentlich verzögern, wenn du Pufferzeit in deinen Zeitplan eingebaut hast.
Nach der Veröffentlichung
Innerhalb von 24-48 Stunden nach der Veröffentlichung:
- Überprüfe, dass die Veröffentlichung auf Spotify, Apple Music, Amazon live ist
- Prüfe, dass Cover und Metadaten korrekt angezeigt werden
- Bestätige, dass die Links funktionieren (teile einen Testlink mit dir selbst)
- Notiere dir deinen ISRC und UPC für späteres Nachschlagen
- Melde dich bei SoundExchange an, falls du deinen Katalog noch nicht registriert hast
Innerhalb des ersten Monats:
- Prüfe, dass die erste Tantiemenabrechnung die Veröffentlichung anzeigt
- Überwache die Streaming-Analysen auf etwaige Anomalien
- Setze die Promotion wie geplant fort
Deine erste Veröffentlichung ist ein Lernprozess. Notiere, was reibungslos lief, was Reibung verursachte, und verfeinere deinen Ablauf für das nächste Mal. Die Vertrieb wird mit jeder Wiederholung einfacher.