Was hat sich geändert?
Spotify schließt nun „einige alternative Versionen von Tracks“ aus Release Radar aus, darunter:
- Akustikversionen
- Live-Aufnahmen
- Karaoke-Versionen
Remixe sind weiterhin enthalten. Der Filter zielt auf alternative Takes bestehender Songs, nicht auf vollständig neue abgeleitete Werke.
| Versionstyp | In Release Radar enthalten? |
|---|---|
| Originale Studioaufnahme | Ja |
| Remix | Ja |
| Akustikversion | Meist nein |
| Live-Aufnahme | Meist nein |
| Karaoke/Instrumental | Nein |
Warum hat Spotify diese Änderung vorgenommen?
Spotifys offizielle Begründung, bestätigt durch das Support-Team, lautet:
„Nach mehreren Tests haben wir gelernt, dass das Herausfiltern einiger alternativer Versionen von Tracks (z. B. Akustik-, Karaoke- oder Live-Versionen) die Leistung von Release Radar verbessert und dadurch mehr Künstlern zu einer erfolgreicheren Veröffentlichung verhilft.“
Ziel ist, eine Überfüllung von Release Radar mit mehreren Versionen desselben Songs eines Künstlers zu verhindern. Indem originale Inhalte priorisiert werden, möchte Spotify jeder neuen Musik eine bessere und klarere Chance auf die Aufmerksamkeit der Hörer geben.
Wie erkennt Spotify alternative Versionen?
Der Filter verlässt sich nicht allein auf Metadaten. Spotifys Audioanalyse kann Merkmale von Live-Aufnahmen erkennen, etwa Publikumsgeräusche, Raumklang oder Unterschiede in der Darbietung, selbst wenn der Track in den Vertriebsmetadaten nicht als „live“ gekennzeichnet ist.
Warning Eine Live-Aufnahme als „Studioaufnahme“ zu kennzeichnen, umgeht den Filter nicht. Audio-Fingerprinting scheint der primäre Zugangsfaktor zu sein, nicht die Metadaten.
Wie verändert das deine Veröffentlichungsstrategie?
Für Künstler, die häufig Live-Alben, Akustiksessions oder alternative Takes veröffentlichen, verringert das Update die algorithmische Verteilung solcher Releases.
Betroffene Veröffentlichungstypen:
- Live-EPs und Konzertaufnahmen
- als Singles veröffentlichte reduzierte bzw. akustische Versionen
- Extended Plays mit mehreren Versionen eines Songs
- Karaoke- oder Instrumentalversionen
Nicht betroffene Veröffentlichungen:
- originale Studioaufnahmen
- Remixe mit neuen Produktionselementen
- Deluxe-Editionen mit neuen Originaltracks
So passt du dich an
Wenn alternative Versionen ein Kernbestandteil deiner Katalogstrategie sind, erwäge diese Anpassungen:
Beginne mit dem Original Veröffentliche zuerst die Studioversion, um Release-Radar-Reichweite zu erhalten, und bringe die Alternativen anschließend als ergänzenden Inhalt heraus.
Behandle Live-Releases anders Vermarkte Live-Alben direkt an bestehende Fans per E-Mail, Social Media und Spotifys Marquee-Tool, statt dich auf algorithmische Discovery zu verlassen.
Nutze klare Metadaten Auch wenn Metadaten die Audioerkennung nicht überstimmen, helfen korrekte Angaben Spotify, deine Absicht zu verstehen, und können künftige Richtlinien beeinflussen.
Überwache deine Zahlen Prüfe den Playlists-Tab in Spotify for Artists, um zu sehen, ob deine alternativen Versionen in den Release Radars der Hörer erscheinen. Falls nicht, passe deine Erwartungen an diese Veröffentlichungstypen an.
Was davon nicht betroffen ist
Die grundlegenden Mechanismen von Release Radar bleiben unverändert:
- Tracks müssen mindestens 7 Tage vor der Veröffentlichung ausgeliefert werden, um berechtigt zu sein.
- Jeder Hörer erhält maximal einen Song pro Künstler und Woche.
- Songs bleiben bis zu 4 Wochen in Release Radar, wenn der Hörer sie nicht abgespielt hat.
- Follower des Künstlers erhalten bevorzugte Platzierung.
Der Filter für alternative Versionen ist eine zusätzliche Ebene über diesen bestehenden Regeln.