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Dynamoi Nachrichten

The Weeknd sichert sich 1 Mrd. USD von Lyric Capital in einem Deal, bei dem das Eigentum erhalten bleibt

Die Struktur der „Royalty Backed Note“ setzt einen neuen Präzedenzfall für die Liquidität von Superstars, ohne Urheberrechte an Private Equity zu verkaufen.

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Die Ära des einfachen Katalog-Cash-outs hat gerade einen massiven Stolperstein erhalten. In einem Schritt, der die Verhandlungsmacht von Künstlern neu definiert, hat The Weeknd (Abel Tesfaye) eine strategische Partnerschaft mit der Lyric Capital Group im Wert von rund 1 Milliarde USD abgeschlossen.

Obwohl die Bewertung dies in dieselbe seltene Sphäre wie Sonys jüngsten Queen-Kauf stellt, ist die Struktur die eigentliche Schlagzeile. Tesfaye übergibt nicht die Schlüssel; er nutzt eine Royalty Backed Note, um massiven Liquiditätszugang zu erhalten und gleichzeitig das Eigentum zu behalten.

Die Mechanik von 1 Mrd. USD

Dieser Deal bricht die binäre Wahl auf, die die Musikfinanzierung der letzten fünf Jahre definiert hat: Verkaufen Sie Ihr Vermächtnis für Bargeld (das Springsteen-Modell) oder behalten Sie Ihre Rechte und warten Sie auf die vierteljährlichen Schecks.

Anstelle eines Standard-Asset Purchase Agreement (APA) haben Tesfaye und Lyric einen Deal strukturiert, bei dem der Künstler seine zukünftigen Einkommensströme effektiv verbrieft.

Wichtige Erkenntnis: Eine Royalty Backed Note ermöglicht es dem Künstler, sich gegen die zukünftigen Einnahmen des Katalogs zu verschulden. Der Investor erhält einen vorrangigen Anspruch auf den Cashflow zur Rückzahlung des Kapitals, aber der zugrunde liegende Vermögenswert verbleibt in der Bilanz des Künstlers.

Die Einzelheiten:

  • Umfang: Umfasst Aufnahmemusik und Verlagsrechte vom Karrierestart bis 2025.
  • Das Behalten: Tesfaye behält das Master-Eigentum, die kreative Kontrolle und eine Aktionärsposition an dem Unternehmen.
  • Die Ausschlüsse: Zukünftiges Material (nach 2025) ist außen vor, was seine Fähigkeit bewahrt, neue Bedingungen für die nächste Phase seiner Karriere auszuhandeln.

Das Streaming-Multiple

Jahrelang argumentierten Branchenanalysten, dass „Legacy“-Rockkataloge (Beatles, Dylan, Queen) höhere Multiplikatoren verdienten als moderne Popmusik, da ihre Langlebigkeit bewiesen sei. Dieser Deal stellt diese Logik auf den Kopf.

Basierend auf Berichten, dass der Katalog ungefähr 55 Millionen USD an Net Publisher/Label Share (NPS/NLS) generiert, impliziert die Bewertung von 1 Milliarde USD ein 18,2x Multiple.

Dies ist eine aggressive Wette auf die Haltbarkeit der Streaming-Wirtschaft. Investoren wetten darauf, dass Hits wie „Blinding Lights“ – der meistgestreamte Song in der Spotify-Geschichte – ihren Wert über Jahrzehnte hinweg genauso fest halten werden wie „Bohemian Rhapsody“.

Lösung der Liquiditätsfalle

Diese Transaktion signalisiert eine Reifung der Anlageklasse Musik. Wir bewegen uns von einer „Landnahme“-Phase – in der Fonds wie Hipgnosis alles kauften, was sie sehen konnten – hin zu einer „strategischen Finanzierungs“-Phase.

Für Superstars sind die Implikationen klar:

Merkmal Traditioneller Buyout The Weeknd's Modell
Liquidität 100 % im Voraus Hohe Vorauszahlung + Restzahlungen
Eigentum Wird an den Fonds übertragen Bleibt beim Künstler
Kontrolle Geht verloren Bleibt erhalten
Upside Auf den Verkaufspreis begrenzt Unbegrenzt

Warum Lyric die Wette eingegangen ist

Lyric Capital, dem auch der unabhängige Verlag Spirit Music Group gehört, hat sich als die „künstlerfreundliche“ Alternative zu den Major Labels und aggressiven Aggregatoren positioniert. Indem sie eine Struktur akzeptierten, die den Künstler an der Macht lässt, sicherten sie sich einen Vermögenswert, den viele Wettbewerber begehrt hätten.

Der Vorteil: Lyric setzt erhebliches Kapital in eine ertragreiche, bewährte Anlageklasse (The Weeknds Streams) ein. Das Risiko: Ohne vollständiges Eigentum haben sie weniger Kontrolle über die Lizenzierungsstrategie, falls der Künstler beschließt, Musik von bestimmten Plattformen oder Synchronisationsmöglichkeiten zurückzuhalten. Das Indikator: Private Equity gewöhnt sich an Minderheitsbeteiligungen und komplexe Schuldstrukturen, wenn dies bedeutet, Zugang zu erstklassigem geistigem Eigentum zu erhalten.

Was das für Rechteinhaber bedeutet

Für Manager und Anwälte, die etablierte Acts oder moderne Superstars vertreten, hat sich der Spielplan geändert. The Weeknd hat bewiesen, dass man nicht den gesamten Bauernhof verkaufen muss, um die Ernte einzufahren.

Es ist zu erwarten, dass es mehr Deals zur Asset-Backed Securitization geben wird, bei denen Künstler ihre Kataloge wie Immobilienportfolios behandeln – Eigenkapital hebeln, um neue Unternehmungen zu finanzieren, während ihre Namen auf der Urkunde bleiben.

Trevor Loucks

Über den Redakteur

Trevor Loucks

Trevor Loucks ist der Gründer von Dynamoi. Er berichtet über Strategien im Musikgeschäft, Werbetechnologie, Plattformökonomie und die Systeme, die Künstler und Labels für ihr Wachstum nutzen.