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Spotify-Auszahlung ab 1,000 Streams: Die Royalty-Schwelle erklärt

Tracks brauchen in den vorangegangenen 12 Monaten mindestens 1,000 Streams, um Spotifys Aufnahme-Tantiemen zu verdienen. Das entspricht ungefähr 83 Streams pro Monat oder 3 pro Tag. Tantiemen für das Publishing über PROs bleiben unberührt.

Häufige Fragen 3 Min. Lesezeit
A detailed paper craft sculpture showing a funnel filtering many cyan and magenta play icons into a few green musical note tokens.

Schlüssel zum Mitnehmen

Seit 2024 muss ein Track in den vorangegangenen 12 Monaten mindestens 1,000 Streams erreichen, um Aufnahme-Tantiemen von Spotify zu erzeugen. Diese Schwelle entspricht ungefähr 83 Streams pro Monat oder etwa 3 Streams pro Tag – erreichbar für jeden Track mit einem kleinen, aber engagierten Publikum. Die Berechtigung für Playlists und algorithmische Empfehlungen wird von der Schwelle nicht beeinflusst, aber die Regel macht den Schwung in der ersten Woche strategisch wichtiger als zuvor.

Warum es die Schwelle gibt

Spotify hat diese Regel eingeführt, um zwei Probleme zu lösen. Erstens zogen Millionen von „Noise“-Tracks (White-Noise-Schleifen, 30-Sekunden-Ambient-Clips und KI-generierte Füllinhalte) kleine Beträge aus dem Tantiemenpool ab. Zweitens erreichten die meisten Auszahlungen unter 1,000 Streams die Künstler ohnehin nicht – sie blieben dauerhaft unter den Auszahlungsschwellen der Distributoren.

Die Umverteilung kommt aktiven Künstlern zugute. Spotify schätzt, dass dadurch jährlich mehrere zehn Millionen Dollar zu Urhebern mit echtem Hörer-Engagement verschoben werden.

Was mit Tracks unterhalb der Schwelle passiert

Tantiemenart Status unter 1,000 Streams
Aufnahme-Tantiemen (Master) Für diesen Track nicht ausgezahlt
Publishing-Tantiemen (Songwriting) Werden weiterhin über PROs und mechanische Verwertungsgesellschaften eingesammelt
Playlist-Berechtigung Unverändert – der Track kann weiterhin in Playlists erscheinen
Algorithmische Empfehlungen Unverändert – der Track kann weiterhin in Radio und Mixes auftauchen

Dein Track bleibt auf der Plattform verfügbar. Er kann weiterhin in Playlists aufgenommen, über die Suche entdeckt und vom Algorithmus empfohlen werden. Die einzige Änderung ist, dass die Aufnahme-Tantiemen für diesen Track zurückgehalten werden, bis er in einem rollierenden Zeitraum von 12 Monaten 1,000 Streams überschreitet.

Publishing-Tantiemen funktionieren anders. Wenn du den Song geschrieben hast, zahlen deine PRO (ASCAP, BMI, SESAC, PRS usw.) und deine Agentur für mechanische Rechte weiterhin nach ihren eigenen Schwellen und Abrechnungszyklen. Spotifys 1,000-Stream-Regel gilt nur für die Aufnahme (Master-Seite).

Welche strategischen Folgen hat das?

Auf Qualität statt Volumen setzen. 50 Tracks hochzuladen und zu hoffen, dass einer davon funktioniert, ist jetzt eine verlustreiche Strategie. Jede Veröffentlichung, die unter 1,000 Streams stecken bleibt, verdient auf der Aufnahmeseite nichts. Konzentriere deine Marketingarbeit auf weniger, hochwertigere Veröffentlichungen, die die Schwelle realistisch überschreiten können.

Katalogpflege. Wenn alte Tracks bei 200 bis 800 Streams stehen, kann ein kleiner Schub (Playlist-Pitching, ein Social-Post oder ein moderater Anzeigentest) sie über die Schwelle bringen. Priorisiere Tracks, die knapp darunter liegen.

Veröffentlichungszeitpunkt. Neue Tracks profitieren von Release Radar und redaktionellen Pitch-Fenstern. Maximiere den Schwung der ersten Woche, um einen Puffer über 1,000 aufzubauen, statt Streams über Monate tröpfeln zu lassen.

Die Rechnung: Bei ungefähr 83 Streams pro Monat überschreitet ein Track innerhalb eines Jahres die Marke von 1,000. Das sind etwa 3 Streams pro Tag – erreichbar für jeden Track mit einem kleinen, aber engagierten Publikum.